Häufige Fragen

Wer ist verantwortlich für die Maßnahmen zum Hochwasserschutz und die Gewässerentwicklung?

Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz sind eine freiwillige Aufgabe des Freistaates Thüringen. Bauherr für das Projekt ist die Thüringer Landgesellschaft mbH, die diese Aufgabe in Geschäftsbesorgung der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie durchgeführt.

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Entstehen für die Bürger Kosten durch die Hochwasserschutzmaßnahmen?

Die Kosten werden zu 100% durch die EU bzw. das Land Thüringen getragen.

Wer ist für die Unterhaltung der Hochwasserschutzmaßnahmen zuständig?

Das Land Thüringen verpflichtet sich die Anlagen betriebsbereit zu halten.

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Wie lange dauert das Genehmigungsverfahren?

Im Planfeststellungsverfahren wird der gesamte Projektabschnitt von Gera- Cubabrücke bis zur Landesgrenze Thüringen/ Sachsen Anhalt eingereicht. Das Planfeststellungsverfahren kann erfahrungsgemäß bis zu 15 Monate dauern. Generell gilt, je besser die Vor- und Entwurfsplanung, desto schneller können die Genehmigung und damit auch die Umsetzung erfolgen.

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Wann wird wo gebaut?

Planungsprozesse sind oft langwierig und erfordern von allen Beteiligten Zeit und Geduld. Nicht an allen Abschnitten wird gleichzeitig gebaut werden. Deshalb wird zeitlich versetzte Bauphasen geben.

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Wie groß werden die Belastungen während des Bauvorhabens, von woher kommen die Baumaterialien?

Für den Bau neuer Deiche wird vorzugsweise Aue-Lehm direkt aus der Region genutzt. Dieser kann beispielsweise da gewonnen werden, wo der Flusslauf der Weißen Elster verändert wird. Die Transportwege und die Belastung für die Gemeinden sind daher geringer. Generell gilt es für den Vorhabensträger, die Belastung für Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten. Dazu werden weitere Absprachen mit den Gemeinden und der Bevölkerung erfolgen.

Warum müssen überall Dämme und Hochwasserschutzwände installiert werden. Warum werden keine mobilen Hochwasserschutzwände eingesetzt, wie es z. B. am Rhein üblich ist?

Mobile Hochwasserschutzwände, wie sie z. B. am Rhein eingesetzt werden, sind an der Weißen Elster nicht geeignet, denn die Vorwarnzeit bei Hochwasser beträgt oft nur wenige Tage, sodass den Einsatzkräften nicht genug Zeit für die Organisation und den Aufbau der mobilen Schutzwände bleibt.

Wie wird verhindert, dass bei einem zukünftigen Hochwasserereignis Grundwasser in die Keller eindringt?

Das Thema Grundwasser wird im Zuge der Planungen mit untersucht. Ziel soll es sein, dass das Grundwasser frei in Richtung der Weißen Elster abfließen kann. Im Hochwasserfall steigt in der Aue immer auch der Grundwasserspiegel. Das ist ein natürlicher Prozess, der sich nicht verhindern lässt. In der Elsteraue steht Auelehmboden an, der aus einer 1 bis 3 Meter starken Lehmschicht besteht. Diese abdichtende Schicht würde eigentlich effektiven Schutz gegen aufsteigendes Grundwasser bieten. Aber einige Gebäude und Kelleranlagen wurden bis in die darunter liegende Kiesschicht gebaut und die schützende Lehmschicht wurde abgetragen. Eine vollständige Abdichtung der Ortslagen gegen Grundwasseranstiege ist daher nicht möglich. Hier ist die Eigeninitiative der Anwohner gefragt.

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Wie werden landwirtschaftliche Flächen, Kleingärten, Sportplätze und sonstige Grünflächen vor dem Hochwasser geschützt?

Für diese Flächen ist ein Grundschutz für das Niveau von einem 20jährigen Hochwasser vorgesehen, d. h. die Flächen werden statistisch gesehen aller 20 Jahre überschwemmt.

Was sind Retentionsflächen?

Flächen, auf denen sich Wasser bei einer Überschwemmung gewollt ausbreiten können, heißen Retentionsflächen. Diese können entweder als natürliche Gegebenheit im Umland von Gewässern bereits vorhanden sein oder durch wasserbauliche Maßnahmen künstlich angelegt werden. Sinn und Zweck dieser Flächen ist es, Wasser zurück zu halten (Retention) und beim Absinken des Wasserspiegels erst mit Zeitverzögerung an das Gewässer zurück zu geben. Die Wirkungsgrad ist umso größer, je geringer das Geländegefälle ist. In Kombination mit Deichanlagen und gesteuerten Aus- und Wiedereinleitungsbauwerken kann mit Retentionsflächen eine wirksame Dämpfung von Hochwasserwellenbergen erreicht werden. Weiterführende Informationen

Wie erfolgt die Notfallplanung in der Gemeinde im Hochwasserfall?

Die Verantwortung dazu liegt bei der Kommune. Seitens der ThLG wird den Gemeinden empfohlen, für diesen Notfall vorzusorgen und z.B. eigene Wasserwehren aufzustellen. Die Thüringer Landgesellschaft unterstützt die Gemeinden bereitwillig bei der Aufstellung von Einsatz- und Notfallplänen.

 

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Wonach richten sich die Planer, wenn sie dem Flusslauf der Weißen Elster ein neues Bett geben?

Maßgeblich ist immer das ursprüngliche Flussbett, dessen Ausdehnung man aus den Bodenverhältnissen ableiten kann. Historische Karten und noch vorhandene Altarme geben weitere Hinweise auf den ursprünglichen Gewässerverlauf.

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