Hintergründe

Können Sie sich noch an den Zustand der Flüsse in den 1970er und 80er Jahren erinnern?

Städte sowie Industrie- und Chemiebetriebe leiteten ihre unzureichend geklärten Abwässer in die Flüsse ein. Es gab Schaumberge auf dem Wasser und mitunter sogar üblen Gestank. Kaum jemand wäre auf die Idee gekommen, in einem Fluss zu baden.

Heute sind Flüsse wieder sauber, im Wasser gibt es wieder Fische, Libellen und andere Lebewesen. Erholungssuchende sitzen am Ufer und erfreuen sich am Plätschern des klaren Wassers oder nutzen die Wander- und Radwege in den Elsterauen.

Haben Sie schon einmal von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gehört?

Die Mitgliedsstaaten der EU haben sich vorgenommen, die Flüsse bis zum Jahr 2027 wieder in einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu versetzen. Alle Tierarten des Gewässers sollen die Flüsse von der Quelle bis zur Mündung wieder ungehindert passieren können. Nachdem die Flüsse über Jahrhunderte siedlungsbedingt hinweg durch den Menschen immer stärker eingezwängt wurden, soll ihnen nun wieder mehr Raum gegeben werden.

Waren Sie vom Hochwasser an der Weißen Elster im Jahr 2013 betroffen?

Viele Menschen haben am eigenen Leib gespürt, welche großen Gefahren von einem Fluss bei Hochwasser ausgehen können. Wer das einmal erlebt hat, schaut bei jedem starkem Regen nun mit besorgtem Blick in den Himmel und fragt sich, wie hoch das Wasser diesmal steigt oder ob die Deiche das Hochwasser zurückhalten können.

Deshalb hat die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie ein umfangreiches Vorhaben in Auftrag gegeben, um an der Weißen Elster gleich „zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“

Und zwar:

die Menschen in den Städten und Dörfern vor Hochwasser besser schützen…

 

…und der Weißen Elster wieder mehr Raum geben!