Bad Köstritz

 

Die Planungsgebiet Bad-Köstritz bis Gera-Milbitz liegt im Hochwasserrisikogebiet der Weißen Elster. Durch das Hochwasser im Mai/ Juni 2013 waren die Städte Bad Köstritz und Gera erheblich überschwemmt und geschädigt. Im Projektgebiet sind neben technischen Maßnahmen für die Verringerung des Hochwasserrisikos auch Maßnahmen zur Wiedergewinnung von Retentionsräumen geplant.

Die dargestellten Maßnahmen sind eine Zusammenfassung und entsprechen dem Planungsstand vom 17. April 2018, der in der Bürgerinformationsveranstaltung in Bad Köstritz vorgestellt wurde. Einen Rückblick auf die Veranstaltungen finden Sie hier. Für detaillierte Informationen und weitergehende Fragen benutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Hochwasserschutz

Die technischen Planungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Bad Köstritz laufen seit Ende 2015. Schwerpunkt ist neben dem direkten Schutz der Siedlungs- und Gewerbegebiete der Stadt ebenfalls die Reaktivierung von Hochwasserrückhalteflächen nördlich und südlich von Bad Köstritz. Aktuell laufen im Abschnitt geotechnische Voruntersuchungen an den bestehenden Deichen, um abzusichern ob das vorhandene Material weiterverwendet oder verwertet werden muss. Weiterführende Aussagen zur technischen Lösung werden Mitte 2018 vorliegen. Bestandteil der Untersuchungen ist hier auch die komplexe wasserwirtschaftliche Situation am Wehr Bad Köstritz. Hier soll das Abflussprofil ausgeweitet werden. Südlich von Bad Köstritz gilt als Handlungsmaxime, die flussnahen Deiche näher an die Ortslage bzw. an die Infrastruktur der Kläranalage zu verlegen.

Gewässerstrukturmaßnahmen

Altarm

Als umfassendste Gewässerstrukturmaßnahme im Planungsabschnitt ist die Verlegung des Gewässerverlaufes der Weißen Elster auf Höhe des Altarms geplant. Anstelle des begradigten Verlaufes sind Fluss-Schlingen (Mäander) geplant, die eine erhebliche Laufverlängerung mit sich bringen und dadurch im Hochwasserfall dämpfend wirken. Flussabwärts von der Eisenbahnbrücke zieht sich der geplante Flussverlauf zunächst parallel zur Gleisführung. Danach folgt in Fließrichtung links ein Altarm ohne Anbindung zur Weißen Elster, der sich zu einem Stillgewässer mit charakteristischer Tier- und Pflanzenwelt entwickelt hat. Der neue Lauf der Weißen Elster soll dann den bestehenden Altarm queren und diesen beidseitig an den neuen Flussverlauf anschließen. Durch die Frischwasserzufuhr aus der Weißen Elster erwartet man vorteilhafte Effekte auf die Gewässerqualität des Altarmes. Noch vor der Brücke zu Feuerwehrschule wird der neue Gewässerverlauf wieder in das bestehende Flussbett geleitet. Das alte begradigte Flussbett wird bis auf Geländehöhe aufgefüllt und landwirtschaftlich nutzbar gemacht.