Informationsveranstaltung in Bad Köstritz am 17. April 2018

Am Dienstag, den 17.04.2018 wurde der aktuelle Planungsstand zum Hochwasser- und Gewässerschutz für die Stadt Bad Köstritz vorgestellt. Eingeladen hatte die Thüringer Landgesellschaft als Projektträger für den gesamten Planungsabschnitt von Gera, Cubabrücke über Bad Köstritz bis nach Ahlendorf an der Landesgrenze zu Sachsen Anhalt.

Bürgermeister Heiland begrüßte im Palaissaal der Stadt die rund 50 Interessierten, darunter viele Betroffene des Hochwasserereignisses 2013 als auch viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt.

Die technischen Planungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Bad Köstritz laufen seit Ende 2015. Schwerpunkt ist neben dem direkten Schutz der Siedlungs- und Gewerbegebiete der Stadt ebenfalls die Reaktivierung von Hochwasserrückhalteflächen nördlich und südlich von Bad Köstritz.

„Knackpunkt für die weiteren Planungen in Bad Köstritz ist das Wehr“, so Projektleiter Herr Schirmer von der Thüringer Landgesellschaft. Dieses bilde die Engstelle im Planungsabschnitt. Es müsse geprüft werden, wie ein größeres Abflussprofil hergestellt werden könne. „Ob dies über eine separate Flutmulde oder über einen Umbau der denkmalgeschützen Anlage erfolge, muss noch eingehender geprüft werden.“ Auch die bestehenden Wasserrechte zur Energiegewinnung und für das Chemiewerk Bad Köstritz spielen dabei eine Rolle.

Weil viele Maßnahmen im Umfeld von Bad Köstritz mit der Entscheidung zum Wehr stehen und fallen, konnten noch nicht alle Maßnahmen konkret besprochen werden. Sicher ist bereits, dass der Silbitzer Weg im Überschwemmungsgebiet um einen Meter angehoben wird, um die Erreichbarkeit der Feuerwehrschule zu sichern. Diese Maßnahme werde zeitlich vorgezogen.

Eine größere Maßnahme ist nördlich von Bad Köstritz geplant. So soll eine Laufverlängerung der Weißen Elster sowie ein Anschluss des Flusses an den Altarm eine Reduzierung der Fließgeschwindigkeit bewirken und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für die Gewässerstruktur und Artenvielfalt bewirken.
Südlich von Bad Köstritz gelte als Handlungsmaxime, die flussnahen Deiche näher an die Ortslage bzw. an die Infrastruktur der Kläranalage zu verlegen.

Sobald neue Planungsergebnisse für den Bereich Bad Köstritz vorliegen, werde wieder informiert. In der Zwischenzeit biete die Thüringer Landgesellschaft verschiedene Angebote an, sich über den lokalen Hochwasser- und Gewässerschutz zu informieren. So werde es im Mai eine Exkursion zum Altarm Bad Köstritz geben. Im Juni werden in der Regelschule Bad Köstritz im Rahmen einer Projektwoche mehrere Projekttage zum Thema Weiße Elster angeboten. Die Schüler der 5. Bis 8. Klassen dürfen sich auf eine Schlauchboot-Tour, Untersuchungen von Gewässertieren und spannende Experimente freuen.

Herr Schirmer von der Thüringer Landgesellschaft und Herr Heiland als Bürgermeister von Bad Köstritz waren sich abschließend einig, dass die Hochwasser- und Gewässerschutzmaßnahmen entlang der Weißen Elster ein „Jahrhundertprojekt“ darstellen. Um es zum Erfolg zu führen, sei die Mithilfe aller Betroffenen erforderlich.

Bei Fragen der Bürger rund um die Maßnahmen in Bad Köstritz und für Absprachen mit der Thüringer Landgesellschaft biete sich Herr Heiland auch weiterhin als erster Ansprechpartner an. Stadt und Landgesellschaft stünden im regelmäßigen Austausch. So werde sichergestellt, dass auch die Interessen der Stadt, beispielsweise beim Wegebau oder bei der Umsetzung ihrer touristischen Konzepte berücksichtigt werden.

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